Schulkinderbetreuung steht auf Fairtrade
Theaterprojekt
Faustlos
Portfolio
Fit for Fun
"Coole" Jungs
"Kleine Kochprofis - ganz groß"
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Schulkinderbetreuung steht auf Fairtrade

Ganzjahresprojekt sensibilisiert Kinder für fairen Handel, Nachhaltigkeit und Regionalität
Fair Trade im AWO Hort
Beitrag:
Copyright Christine Limmer (Text und Bilder)

Wie kommt der Orangensaft in die Tüte und unter welchen Bedingungen? Was ist Fair Trade und ist dies teurer als herkömmlich produzierter Saft? Dieser Frage im Ganzjahresprojekt um fair produzierte Konsumartikel gehen derzeit die Kinder des AWO-Hortes nach.

Seit Jahren engagiert sich das Team des Kinderhortes, um den Kindern Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit nahezubringen. In den letzten Jahren wurden sie dafür auch ausgezeichnet. 2016 drehte sich das Ganzjahresprojekt um die Sonnenenergie und im letzten Jahr ums Wasser. Beide Projekte wurden mit dem Zertifikat „Ökokids“ des Bayrischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, dem Bayrischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, sowie dem LBV (Landesbund für Vogelschutz) ausgezeichnet.

Trostberg ist Fair-Trade Stadt – an dem Projekt beteiligt sich der AWO-Hort und möchte dieses Engagement weiter ausbauen. Renate Eichelseder, die das Projekt das ganze Schuljahr hindurch koordiniert berichtet, dass dieses Projekt als freiwilliger Workshop angeboten wird. Vor allem die Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse sind angesprochen, doch dürfen auch die älteren Kinder der offenen Ganztagesschule (OGS) nach der Erledigung ihren Hausaufgaben teilnehmen. Der Start für etwa 50 Kinder aus 14 Nationen erfolgte im Spätherbst. Die Impulse der letzten Sternsingeraktion „Kinderarbeit in Indien und weltweit“ dienten als Einstieg ins Thema. In einem Kurzfilm wurde die Situation von Kindern in Indien gezeigt. Fehlende Schulbildung, schlechte Bezahlung für geleistete Kinderarbeit, mangelhafte Ernährung und kaum vorhandene Gesundheitsfürsorge wurde dort thematisiert. Die Kinder seien sehr betroffen gewesen so Eichelseder. Die Kinder stellten erschrocken fest, dass für den Tageslohn von 1, 50 Euro in Trostberg eine Kugel Eis gekauft werden kann. Dass nicht nur Kinder in Indien mit mehr als 12 Stunden Arbeit am Tag ausgebeutet werden, dass konnte auch Helga Bunk (Unicef) berichten, die als Lese-Oma regelmäßig den AWO-Hort besucht. Mit Martin Ober (Forum Ökologie) und Marianne Penn (Sozialreferentin Stadt Trostberg) wurde dann das Projekt begonnen. Von Victoria Soder, der eine-Welt Promototorin für die Region Oberbayern Südost erhielt der Hort auch die notwendigen Infomaterialien und Unterlagen für die Workshops und Aktionen.

Anschaulich wird derzeit das Thema anhand der Frucht Orange betrachtet. Verschiedene Stationen und Workshops geben Einblick in die Herstellung vom Anbau in Brasilien bis zur Vermarktung. Unterschiede in konventioneller Produktion und Fair-Trade Herstellung und dem damit verbundenen Preisunterschied pro Liter Orangensaft werden erarbeitet und aufgezeigt. Billiger ist der Aufstellung zufolge die konventionelle Produktion. Mehr Geld für Leistung erhalten jedoch die Kleinbauern im fairen Handel. Dort gehe es nicht um Massenproduktion sondern um gerechte Bedingungen für die Bauern, die unter als unterstes Glied der Verkaufskette teils unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten und so ihre Lebensgrundlage sicher stellen. Dass Deutschland Weltmeister im Saftkonsum ist, dass hat Maryam sehr verwundert. 33 Liter Saft konsumiert jeder in Deutschland lebende Mensch pro Jahr. Aileen ist erstaunt wie schwer ein Pflücksack ist, den ein gleichaltriger brasilianischer Junge tragen muss, um die Orangen vom Baum zu den Verladekisten zu transportieren, während sie fröhlich mit ihren Freundinnen spielt. Den ganzen Tag anstrengende, langweilige und teils auch gefährliche Arbeit zu verrichten, während man selbst in die Schule gehen, fernsehen oder Sport treiben kann, war für viele Kinder nur schwer vorstellbar. Mit einem Spiel wurde dann noch der Weg der Orange vom Anbau über die Verarbeitung, bis hin Verarbeitung, Gebrauch und Entsorgung der Verpackung nachempfunden.

Das sich die Situation für diese kleinen Landwirtschaftsbetriebe ändern muss, darüber waren sich nach der ersten Besprechung alle einig. „Doch was können wir Kinder tun?“ fragte Nicol. Renate Eichelseder wird in den nächsten Tagen mit den Kindern einkaufen gehen. In den Trostberger Geschäften soll dann gezielt nach Waren mit dem Fair Trade Siegel gesucht werden. Das gleiche entsprechende Produkt soll aus dem konventionellen Handel gekauft werden und Preisunterschiede ermittelt. „Jedes Produkt hat seinen ökologische Rucksack.“ erklärt Eichelseder den Kindern. „Er kann klein, groß und manchmal auch riesig sein. Der Rucksack ist unsichtbar, aber immer vorhanden. Er stellt die die Menge an Materialien dar, die bei der Herstellung, dem Transport, Gebrauch und der Entsorgung eines Produktes verbraucht wird. Die Menge an Materialien stellt dann die Größe des Rucksackes dar. Normalerweise ist der ökologische Rucksack schwerer als das Produkt selbst.“

Die Ergebnisse sollen nicht nur anschaulich auf einem Tisch gegenübergestellt, sondern auch auf einer Stellwand präsentiert werden.

Ziel des Projektes ist es, die Kinder schon frühzeitig mit dem Thema Fair Trade vertraut zu machen. Die Kinder sollen in ihrem weiteren Leben auf Nachhaltigkeit achten, Ressourcen erkennen und gezielt einkaufen. Das Bewusstsein der Kinder für unwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen sollen geschärft werden. Zudem soll verdeutlicht werden, dass das Leben von Menschen aus Dritt- oder Niedriglohnländern mit dem eigenen Konsumverhalten mitgestaltet werden kann.

Fair produzierter Kaffee und Orangensaft wird im AWO-Hort bereits verwendet. Weitere Produkte wie Kakao und Tee’s sollen folgen. Weiter möchte man Fußbälle anschaffen, die aus der Herstellung ohne Kinderarbeit stammen. Mit den neu angeschafften Nähmaschinen wollen die Kinder als erstes Nähstück T-Shirts aus fair gehandelter Baumwolle fertigen. Unter welchem Leistungsdruck die Kinder in Drittländern arbeiten müssen, soll im AWO-Hort mit der Fertigung eines Dekostückes, einer Styroporkugel beklebt mit Pailletten und Perlen, ausprobiert werden.

Den Spagat zwischen Fair Trade, regional, Bioproduktion oder herkömmlicher Ware zu finden sei nicht einfach, so Eichelseder. Kompromisse müssen geschlossen, Abwägungen getroffen werden, weiß die Pädagogin. Beim Kauf von Fair Trade Artikeln muss oftmals an anderer Stelle eingespart werden, damit die Menschen, die an der Produktion von Gütern, vor allem an jenen, deren Wege in die Region sehr weit ist und an denen viele verschiedenen Menschen beteiligt sind ihren gerechten Lohn erhalten. Damit die 170 Millionen Kinder und Jugendliche überall auf der Welt in die Schule gehen können, Dinge tun können, die ihnen Spaß machen, darum sollte beim Einkauf immer auf ein geprüftes Siegel geachtet werden.

Wie kommt der Orangensaft in die Tüte und unter welchen Bedingungen, der Frage gehen die Kinder des AWO-Hortes nach im letzten Jahr erhielt der AWO-Hort das Zertifikat „Ökokids“ für das Projekt: „Sauberes Trinkwasser- ein Grundrecht für ALLE! Wirklich?“. Aileen Elle (links) und Nicol Tanasa (rechts) präsentieren dies stolz Was ist Fairer Orangensaft

Theaterprojekt

Vorhang auf und Bühne frei für unser Theaterprojekt in der AWO-Schulkinderbetreuung
Im neuen Schuljahr werden wir hier in unserem Haus mit einem neuen Theaterprojekt beginnen.
Schulkinder proben dazu mit Unterstützung von Bettina Stelzner (Musik- und Tanzpäd.), Petrissa Kudielka (Regieassistenz) und Renate Eichlseder (Päd. Fachkraft, Hort) jeden zweiten Freitag an dem Theaterstück.

Hauptziel des Projektes:
Durch die Mitgestaltung des Theaterstück wird die persönliche Entwicklung der angehenden Kinderschauspieler gefördert.

Na, neugierig geworden?? - Dann ab ins Theater!!

Die Aufführung wird 2016 im Postsaal stattfinden.

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Faustlos

1. Was ist FAUSTLOS?

FAUSTLOS ist ein Lehrplan, der das impulsives und aggressives Verhalten von Kindern
vermindern und ihre soziale Kompetenz erhöhen soll. Das Programm liegt in zwei separaten Versionen vor: Ein Lehrplan wurde speziell für den Kindergarten, ein anderes für die Grundschule entwickelt.
Beide Lehrpläne basieren auf dem amerikanischen Programm SECOND STEP das vom Committee for Children in Seattle entwickelt wurde, in den USA seit vielen Jahren erfolgreich Anwendung findet und zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Dieser Lehrplan dient der Prävention aggressiven Verhaltens und kann leicht in die Strukturen von Grundschulen und Kindergärten integriert werden.

2. Die drei Einheiten von Faustlos

Einheit I – Empathieförderung
Einheit II – Impulskontrolle
Einheit III – Umgang mit Ärger und Wut

3. Ziel von Faustlos

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Portfolio

Was ist ein Portfolio?
► Eine Sammlung von Dokumenten über einen bestimmten Zeitraum.
► Eine Grundlage, um fundierte Pläne zu machen und Entscheidungen zu treffen.

Was kommt in ein Portfolio?
► Stammdaten des KindesArbeitsblätterLerntagebuchLerngeschichtenZeichnungenBastelwerke (Fotos)Fotos v. Hortleben

Welche Fragen sind für ein Portfolio wichtig?
► Welche besonderen Ereignisse gab es in der Einrichtung für das Kind (sog. „Aha-Erlebnisse)
► Welche Fortschritte macht das Kind (Lernfortschritte, soz. Verhalten, körperl. Aktivitäten, lebenspraktische Fähigkeiten)
► Welche sozialen Kontakte hat das Kind (Freundschaften, Rolle in der Gruppe)
► Fühlt es sich bei uns wohl
► Gibt es Probleme

Warum ein Portfolio?
► Es spiegelt die kindliche Entwicklung wieder:
- im sozio-emotionalen Bereich
- körperlichen Bereich
- im schulischen Bereich

► Es verbessert die Kommunikation:
- zwischen Kind, Eltern, Erzieher, Lehrer
- verbindet Schulalltag, Hortalltag und Familienleben

► Stärkt die Beziehung des Erziehers zum Kind und zum Familienleben.
► Erzieher erlangt Kenntnisse über Stärken, Schwächen, Bedürfnisse und Interessen des Kindes.
► Kind fühlt sich wichtig und wertgeschätzt ( Stärkung des Selbstbewusstseins).
► Vermehrte Reflexionsmöglichkeiten anhand der Dokumente:
- Betreuer reflektieren über gemachte Beobachtungen, besondere Begebenheiten.
- Kind reflektiert über eigene Arbeiten und Ziele.
- Eltern reflektieren darüber, was ihre Kinder lernen, tun und erleben.

Portfolio: „Eine Schatzkiste an Erinnerungen“!!

Fit for Fun

Wir wollen den Kindern die Freude an Bewegung wieder näher bringen:
Mit viel Bewegung trainieren die Kinder nicht nur ihre Ausdauer und ihr Körper-gefühl, sondern sie bauen zusätzlich Stress ab und sorgen für eine gesunde Durchblutung des Gehirns. Die Kinder können ihren Körper kennen lernen und entdecken Bewegung als Ausdruck von Lebensfreude.
Bewegungsspiele:
Abgesehen von ihrem Spielwitz verstecken sich in den meisten Spielen erstaun-lich viele pädagogische Lektionen. Oft geht es gar nicht um Gewinnen oder Ver-lieren, stattdessen müssen sich die Kinder untereinander verständigen und zu-sammen kooperieren. Je mehr die Kinder auseinander Rücksicht nehmen, desto mehr Spielfreude entwickelt sich. Das soziale Verhalten der Kinder wird positiv beeinflusst.
Die Bewegungsspiele fördern spielerisch die motorischen Fähigkeiten und sind eine wertvolle Ergänzung zum Angebot von Sportvereinen. Sie sprechen vielfälti-ge Muskelgruppen an und verlangen ein ausgewogenes Zusammenspiel von Be-weglichkeit, Geschwindigkeit, Gleichgewicht und Ausdauer. Die Kinder trainieren indirekt ihr Herz-Kreislauf- und Atemsystem und werden belastbarer und ge-sünder.

"Coole" Jungs

Gewaltprävention / Soziale Gruppe
Jungen machen Druck, Jungen haben Druck.
Jungen fallen durch lautes Spielen auf.
Jungen stören jede Gruppenarbeit.
Jungen lösen ihre Konflikte mit Gewalt.
Jungen halten sich nicht an die Regeln.
Jungen laufen überall herum…

Die Pubertät steht bevor oder hat bereits begonnen - Körper, Geist und Seele verändern sich und Gewalt und Sexualität wird verstärkt zum Thema,
denn…
► Aggression und gewalttätiges Verhalten nehmen zu
► die Sprache wird zunehmend „sexualisiert„
► Konflikte häufen sich
► Ausgrenzung und Gruppenbildung verstärken sich (Mobbing)
► eine gereizte Stimmung liegt in der Luft

Ziele der „Coolen„ Jungs:
Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen stärken
► Kommunikationsregeln erarbeiten
► ein gutes Körpergefühl entwickeln
► Gefühle wahrnehmen, ausdrücken und verstehen
► soziales Lernen / soziale Fähigkeiten entwickeln
► Konflikte lösen lernen
► in Gewaltsituationen konstruktive Verhaltensmöglichkeiten einüben
► Verschiedenheit von Jungen und Mädchen akzeptieren lernen
► Gleichberechtigung zwischen Jungen und Mädchen integrieren

"Kleine Kochprofis - ganz groß"

Laut einer Umfrage der „Welt-online“ spielt für Jugendliche eine gesunde Ernährung kaum mehr eine Rolle.

Zusätzlich fand man heraus, dass künstliche Aromen den Geschmacks- und Geruchssinn verkümmern lassen.

Um diesem Trend entgegenzusteuern, findet einmal pro Woche unter Anleitung einer pädagogischen Fachkraft in der hauseigenen Küche mit einer Gruppe von maximal 6 interessierten Schülern ein Koch- und Ernährungskurs statt.

Unsere Ziele sind:
► Verwendung frischer und möglichst biologischer Lebensmittel
► Bei den „Jungköchen“ das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung verbessern
► Kennen- und unterscheiden lernen einzelner Lebensmittel, unbekannter Gewürze und verschiedener Obst- und Gemüsesorten
► Spaß haben beim Kochen durch eigene Rezeptkreationen
► Hilfestellung geben im Umgang mit Küchenutensilien, ebenso beim Wiegen und Abmessen
► Einüben von Hygieneregeln in der Küche

KOCHEN LERNT MAN NUR DURCH KOCHEN !!!

Interessierte Kinder tragen sich an der Angebotspinnwand in die aktuelle Kochliste ein, um so an dem jeweiligen Kochkurs teilnehmen zu können.
Die Gerichte wechseln wöchentlich. Die Kinder dürfen auch gerne von zu Hause eigene Rezepte mitbringen, die dann im “Kochstudio” ausprobiert werden.

Unsere Kochkursliste schaut wie folgt aus:

Kinderkochstudio

Die Rezepte gibt es bei „Chefköchin Reni“!