Hier werden laufend Veranstaltungen, wie Elternabende und Rückblicke bekanntgegeben:

"Rock the Holidays"

Der TalentCAMPus ist eine Kombination aus Bildungsangeboten wie etwa Sprachförderung, Umgang mit Informationstechnologien oder Persönlichkeitsentwicklung. Auch in Trostberg gibt es dank der vhs und der AWO-Kinderbetreuung kostenlose Ferienworkshops für Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 15 Jahren.

Trostberg. Zum dritten Mal veranstaltet die Volkshochschule Trostberg – diesmal in Zusammenarbeit mit der AWO-Schulkinderbetreuung und mit Unterstützung des „Trostberger Tagblatt“ – den TalentCAMPus. Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 15 Jahren treffen sich in Trostberg, um ihre Ferien kreativ zu gestalten. Das jeweils ganztägige Ferienangebot „Rock the Holidays“ findet während der Sommerferien in zwei Wochen statt und bietet den Teilnehmern Workshops aus den BereichenErlebnispädagogik,Medien, Musik und Tanz.
Vom 3. bis zum 7. August oder vom 31. August bis zum 4. September lösen die Kids knifflige Aufgaben und können ihr Geschick bei Brückenbau, Zauberstab oder Pipeline beweisen.
Beim Geocaching können sie sich auf eine Schnitzeljagd 2.0 begeben und verbinden somit Technik und Natur. Dass Smartphones und Tabletmehr als nur WhatsApp und Facebook sind, erfahren die Jugendlichen bei Recording, Filmen und Interview mit mobilen Endgeräten. Beim Tanz werden Choreografien einstudiert, und mit der Ukulele kann man sich als Songwriter versuchen. Ein Fotografie-Workshop rundet die gemeinsame Woche ab und liefert sicher schöne Erinnerungsbilder.
Die Gruppen werden vom Team der AWO-Schulkinderbetreuung begleitet. Während des Angebotes, das jeweils vonMontag bis Freitag von 7.30 bis 16 Uhr stattfindet, gibt es täglich ein Frühstück und ein warmes Mittagessen. Eine tageweise Anmeldung ist nicht möglich.
Nähere Informationen und Anmeldeformulare gibt es bei Birgit Wieneke unter Tel. 08621/6493914 oder per E-Mail: mailto:wieneke@vhs-trostberg.de . Informationen auch im Internet unter http://www.talentcampus.de

Schwimmkurs für unsere Kinder

Dank großzügiger Spenden und einem geringen Elternbeitrag haben 13 Kinder der AWO-Schulkinderbetreuung in den letzten Wochen das Schwimmen gelernt. Auch wenn einige Kinder, darunter zwei syrische Flüchtlingskinder, zuerst große Ängste hatte, könnten am Ende alle Kinder dank der engagierten Schwimmlehrerinnen Helma Schillinger und Bärbel Hungerhuber ihr „Seepferdchen“ bestehen. Ein herzliches Dank an die Spender und die beiden Schwimmlehrerinnen.

Für 'n Appel und 'n Ei!

DasErgebnis der "Appel und Ei"-Aktion: Jugendliche präsentieren stolz ihre Ausbeute.

Selbstsicherheits-Training bei der AWO
Trostberg. „Heute musst du unbedingt in den Laden an der Ecke gehen! Da gibt es spottbillige Caps, für ’n Appel und ’n Ei!“ Diese Redewendung kommt aus dem niederdeutschen Dialekt. Aber seit wann kann man mit Äpfeln und Eiern bezahlen? Dieses Experiment machte sich die „Bleib-Cool“- Gruppe im Rahmen des Präventionsangebotes der AWO-Schulkinderbetreuung zur Aufgabe.
Unter der Leitung von Christian Wettengel und Andrea Genger wurde in der Einheit „Selbstsicherheit“ eingeübt, mit fremden Menschen in Kontakt zu treten und ihnen freundlich ein Anliegen zu vermitteln. Die Jugendlichen wurden in zwei Gruppen eingeteilt und mussten innerhalb einer festgelegten Zeitspanne den Apfel und das Ei in höherwertige Gegenstände tauschen. Die eingetauschte Ware wurde dann wieder getauscht. So lange, bis die Spielzeit abgelaufen war. Mit viel Spaß und Ehrgeizwaren die Burschen bei der Sache. Die Trostberger Geschäftsleute und Bürger zeigten sich sehr offen und unterstützten die Gruppen bei ihrer Aufgabe.
Freudestrahlend kamen die Teilnehmer nach eineinhalb Stunden zurück zum Treffpunkt. Sie hatten sich Gegenstände, Gutscheine und Lebensmittel im Wert von über 50 Euro ertauscht. Bei so einer Ausbeute kann die Übung nur gut für die Selbstsicherheit gewesen sein.

(K)Ein Apfel für Schneewittchen
Trostberg. "Und wenn sie nicht gestorben ist, ... dann ist irgendetwas massiv daneben gegangen." So könnte bei Werner Schultes Theaterstück "(K)Ein Apfel für Schneewittchen" die etwas abgewandelte Version der Formulierung am Ende eines Märchens, lauten. Das Stück handelt vom kleinen Märchen-Fan Stefanie, die Schneewittchen retten will, ins gleichnamige Märchen hinein springt und damit für Durcheinander in der Märchenwelt sorgt. Nicht für Durcheinander, sondern für Begeisterung sorgten die etwa 20 Kinder, die "(K)Ein Apfel für Schneewittchen" im Postsaal aufführten.

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Unter Der Regie von Bettina Stelzner hatten die jungen Darsteller - hauptsächlich Kinder aus dem Kinderhort der Trostberger Arbeiterwohlfahrt (AWO) - seit Oktober fleißig geprobt. Diesen Fleiß belohnten die Zuschauer im voll besetzten Postsaal mit dem großen Applaus, den die Kinder und die Helfer, die hinter den Kulissen dafür gesorgt hatten, dass alles reibungslos über die Bühne ging, auch redlich verdient haben.

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Stelzner hatte das Projekt im Vorfeld als Integrationsprojekt bezeichnet, da Theaterspielen die Sprache fördere; unter den jungen Akteuren bei "(K)Ein Apfel für Schneewittchen" waren mehrere Kinder mit Migrationshintergrund mit von der Partie. Alle Kinder hatten ihre Texte gut gelernt; ein, zwei Wortverdreher dürfen in dem jungen Alter schon mal sein, dem Charme der Aufführung tat's keinen Abbruch.

Die Handlung von Schneewittchen dürfte bekannt sein, also im Schnelldurchgang: Die Königin ist ebenso eitel wie böse und will daher Schneewittchen aus dem Weg räumen, da Schneewittchen schöner als die Königin ist. Schneewittchen beißt in einen vergifteten Apfel und fällt wie tot hin. Die sieben Zwerge betten das Mädchen in einen gläsernen Sarg, ein Prinz verliebt sich in das scheinbar tote Schneewittchen. Beim Abtransport des Sargs fällt dieser zu Boden, dadurch rutscht das giftige Apfelstück aus Schneewittchens Hals, das Mädchen erwacht, und sie und der Prinz heiraten.

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So ist der Verlauf, wie ihn sich die Gebrüder Grimm eingebildet haben. Doch die haben die Rechnung eben ohne Stefanie (Arianna Bauer) gemacht, deren Wunsch, ins Märchen zu springen, um Schneewittchen (Vivien Schellhorn) vor der bösen Königin (Alicia Schuster) zu schützen, der Theatergeist (Max Scholz) erfüllt. Gemeinsam mit ihrem Bruder Alex (Lukas Schellhorn) und Kathrin (Binesa Xhakoni) tauscht sie die Apfelstücke und verhindert so Schneewittchens Tod. Die sieben Zwerge (Eray Aslan, Ecrin Atav, Nelly Batt, Emin Guederi, Leonie Kirchweger, Tuliane Schweiger und Nathaly Wichary) trauern zwar, doch das Mädchen ist nicht tot Schneewittchen ist verwirrt über den ungewohnten Verlauf des Märchens, die böse Königin ist natürlich auch not amused - und der Prinz (Tim Wülfert) ist empört. Wen soll er denn jetzt küssen, wenn er nicht auf das tot gehaltene Schneewittchen trifft. Doch bevor der verzweifelte Prinz seinen Entschluss durchsetzt, stattdessen nach Dornröschen zu suchen, da dieses Mädchen ja auch wachgeküsst werden muss, erfüllt der Theatergeist Stefanie einen weiteren Wunsch, das Märchen "Schneewittchen" doch nach Vorgabe der Gebrüder Grimm enden zu lassen. Für Amüsement beim Publikum im Postsaal sorgte nicht nur der ungewöhnliche Verlauf des Märchens, der selbst die Protagonisten des Grimm-Märchens überrascht und aus dem Konzept wirft, sondern auch die ungewohnte Sprache: keine Märchen-, sondern, Alltagssprache, die Kinder auch auf dem Pausenhof verwenden. "Mir dünkt" oder Ähnliches sind hier fehl am Platz.

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Für besondere Heiterkeit sorgte der Auftritt der sieben Zwerge, die Stiefel an ihre Hosenknie geklebt hatten, auf ihren Knien die Bühne "betraten", um - so verkleinert - auch tatsächlich als Zwerge zu erscheinen. Den Rest; der "überschüssigen" Teile ihrer Beinpartien mit überlangen Kitteln verdeckt. Mit viel Liebe zum Detail hatten Evi und Robert Vollmaier, die für das Bühnenbild verantwortlich zeichneten, ein Zwergenhaus auf die Bühne gestellt, das die Zuschauer auch sehr bewunderten.

Bettina Stelzner, die Kinder und der gesamte Theaterstab haben mit "(K)Ein Apfel für Schneewittchen" eine gelungene Inszenierung auf die Postsaalbühne gebracht, auf die sie stolz sein und über die sie sich freuen können. Stelzner hat bereits in Aussicht gestellt, dass die Kinder für ihren Fleiß noch eine kleine Belohnung erwartet. - . fam